Anfänge des Menschen: die Frühzeit

Die Afrikanerin und der Neandertaler in dir

Die Geschichte der Menschheit begann vor vielen tausend Jahren. 

Das erste "Leben" auf der Erde ist bisher mit 1,9 Milliarden Jahren alten fossilen Bakterien aus der Gunflint-Formation in Ontario datiert. Vor 253 Millionen Jahren gab es die ersten Dinosaurier, bis sie durch eine starke Klimaveränderung - vermutlich durch einen Meteoriteneinschlag - vor zirka 65 Millionen Jahren, ausstarben.

Die Frühgeschichte von Menschenaffen kann auf eine Zeit vor etwa 32 Mio. Jahren zurückverfogt werden. Die ersten aufrecht gehenden Hominiden soll es nach Annahmen von Experten vor ca. 6-7 Millionen Jahren gegeben haben.
Archäologische Funde von Fossilien, die die Wissenschaft dem modernen Menschen zurechnet, werden auf die Zeit vor 160.000 Jahren datiert. Verstärkt treten solche Funde für die Zeit vor ca. 100.000 Jahren auf.

Der erste Mensch

In ihren Religionen haben sich die Menschen schon immer Gedanken darüber gemacht, woher sie kommen. Durch die Funde von Sklelettresten wissen wir heute, dass vor etwa 20 Millionen Jahren verschiedene Arten von Menschenaffen auf der Erde lebten. Eine von diesen Arten ist wohl der gemeinsame Vorfahre von allen heutigen Menschenaffen und Menschen.

Vor mehr als zwei Millionen entstanden in Afrika die ersten Menschen. Sie konnten bereits Werkzeuge aus Stein herstellen und werden daher auch als "geschickte Menschen" (Homo habilis) bezeichnet.
Eines der besonderen Merkmale des Menschen, der aufrechte Gang, wurde erstmals an 1,8 Millionen Jahren alten Funden festgestellt, weshalb man diesen Menschen als "Homo erectus" (der aufgerichtete Mensch) bezeichnet.

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Es vergingen noch einmal eine Million Jahre, bis sich vor etwa 80 000 Jahren in der Altsteinzeit der Jetztmensch (Homo sapiens sapiens) aus dem Homo sapiens ("der vernunftbegabte Mensch") entwickelte.

Auf dem Foto (oben) siehst du eine Nachbildung von einem der Menschen, die von 300.000 bis etwa 60 000 Jahren v. Chr. in unserer Gegend lebten und dann ausgestorben sind: dem Neandertaler.

Steinzeit, Jungsteinzeit, Kupfersteinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit ... Erst dann entwickelt sich eine "Historische Zeit".

Auf den Spuren der ersten Menschen (Theorien)

Lucy - ein Vormensch

1974 entdeckte man in Äthiopien das Teilskelett eines als weiblich interpretierten Individuums der Art Australopithecus afarensis, das schließlich auf ein Alter von 3,2 Millionen Jahren datiert wurde. Aufgrund ihres Skeletts wusste man, dass sie vielleicht schon laufen konnte wie Menschen, aber ihr Gehrin war deutlich kleiner. Lucy wurde von den Forschern - erst zum Scherz - nach einem Beatles-Song benannt! Der Name blieb.

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Skelett von "Lucy" (Foto: wikipedia, Benutzer: Ephraim33)

Die wissenschaftlichen Forschungen schreiten weiter voran. So wurde in der Zwischenzeit zum Beispiel der sogenannte "Millenium-Mensch" entdeckt.

Der Neandertaler

Der Neandertaler (früher auch geschrieben: „Neanderthaler“, wissenschaftlicher Name: "Homo neanderthalensis") ist ein ausgestorbener Verwandter des heutigen Menschen (Homo sapiens). Er entwickelte sich parallel, aber unabhängig von Homo sapiens aus einem gemeinsamen afrikanischen Vorfahren der Gattung Homo.

Lange beherrschten die Neandertaler Europa. Nicht gebückt und mit der Keule in der Hand, wie ihnen häufig nachgesagt wird, son- dern mit aus- gefeilten Jagdtechniken und sozialer Fürsorge für ihre Angehörigen.

Zeitweise wurde der Neandertaler nicht als eigene Art angesehen, son- dern als Unterart von Homo sapiens. Heute gilt als Abstammungskette: Zwischen der Zeit von vor 600.000 bis 200.000 Jahren ging aus dem Homo heidelbergensis der Homo erectus hervor und entwickelte sich vor etwa 200.000 Jahren in Europa zum Neandertaler weiter.

Die Bezeichnung Neandertaler geht auf das „Neandertal“ bei Düsseldorf im Kreis Mettmann zurück, wo u.a. erste Fossilien des Neandertalers gefunden wurden.

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Neandertaler-Fundorte (Karte: wikipedia)