Von der Renaissance bis zur Französischen Revolution

Geschichtsthemen der 11. Klasse

Aus heutiger Sicht galten die Menschen des Mittelalters als "unaufgeklärt". Dabei begann die Zeit der Aufklärung erst zwei Jahrhunderte nach dem Beginn der Neuzeit. Der deutsche Philosoph Immanuel Kant hat den Inhalt der Aufklärung auf den Punkt gebracht: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“

Mit dem Wort "Aufklärung" wird eine geistige Bewegung bezeichnet, die am Ende des 17. Jahrhunderts in Europa entstand. Diese Denkrichtung erklärte die Vernunft (Rationalität) des Menschen und ihren richtigen Gebrauch zum Maßstab allen Handelns. Das bedeutet aber auch: Ein bestimmter, zunächst unklarer Sachverhalt wird erklärt und dann aufgedeckt. Genauso kennt man den Begriff "Aufklärung" ja auch umgangssprachlich, wenn ein Verbrechen (hoffentlich) aufgeklärt wird. In der Schule gibt es im Fach Sexualkunde ebenfalls Aufklärung, das heißt Zusammenhänge, die vorher noch nicht verstanden wurden, sind dann deutlich geworden, ihr seid "darüber aufgeklärt worden".

Historisch versteht man unter dem Zeitalter der Aufklärung vor allem politische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen in Europa und Nordamerika seit den Religionskriegen im 16. und 17. Jahrhundert. Die Aufklärungsdiskussion des mittleren und späten 18. Jahrhunderts nahm vorausgehende Vorstellungen des Renaissance-Humanismus und der Reformation auf und veränderte sie.

Geschichtliche Epochen

Wie kommt es zur Einteilung von Geschichte? Mehr dazu im Bereich Mittelalter und Neuzeit - hier die grobe zeitliche Einteilung:

epochen

Hist. Epochen: Antike, Mittelalter, Neuzeit, Neueste Zeit (Abb.: wikipedia, Docteur Saint James)

11.1 - die Themen laut schulinternem Lehrplan

Die Antike als Grundlage der Aufbruchsbewegung in der Renaissance.
Aspekte darin:

  • Menschenbilder der Antike, des Mittelalters und der Renaissance
  • Naturwissenschaften und neues Weltbild
  • Wandel der künstlerischen und architektonischen Ausdrucksformen
  • Wandel der Wirtschaftsordnung in Europa
  • Reformation
  • Verhältnis von zentraler Macht und partikularer Gewalt

11.2 - die Themen laut schulinternem Lehrplan

Kämpfe um Menschen- und Bürgerrechte - die Revolutionen von 1789 und 1917
Aspekte darin:

  • Was sind Menschen- und Bürgerrechte? Wie werden sie philosophisch und staatstheoretisch begründet?
  • Vergleich der Revolutionen und deren Ergebnisse miteinander

Youtube-Tipp: "Uni Auditorium" - hier am Beispiel "China und die 'europäische' Aufklärung"

Stichwort: Renaissance

Der Geschichtsunterricht in Klasse 11 beginnt mit der Renais­sance (frz. Wiedergeburt) - einer Kunst­epoche und der mit ihr beginnenden Neuzeit.

Als Kernzeitraum der Renais­sance wird das 15. (Quattrocento) und 16. Jahrhundert (Cinquecento) an­gese­hen. Spätere Er­findungen und Ent­deckungen, gelten als Folge dieses "geistigen Erwachens".

Im Folgenden wird die Propor­tions­stu­die nach Vitruv von Leonardo da Vinci (1452-1519) gezeigt: Das Uni­versal­genie Da Vinci gilt als der be­rühm­teste Vertreter der ital. Renais­sance.

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Der vitruvianische Mensch, 1485/90 (Foto: wikipedia, Luc Viatour).

Stichwort: Absolutismus

Absolutismus ist die frühneu­zeitliche Regierungsform, die von der Re­gier­ung eines aus eigener Machtvoll­kommenheit handelnden Herrschers ohne politische Mitwirkung der politischen Stände bestimmt war.

Historisch berühmt geworden ist die europäische Inszenierung des ab­so­luten Herrschers Ludwigs XIV. (der 14.) in Frankreich, des "Sonnen­königs". Auch heute gibt es noch einzelne absolutistische Staaten.

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Absoluter Monarch: Ludwig XIV. (Foto: wikipedia)