Biografie und Vita

Lifelines

Die folgenden Seiten geben einen Einblick in den beruflichen Werdegang, Veröffentlichungen, mein gesellschaftspolitisches Engagement und Ausschnitte aus privaten Jahrzehnten: 1965-1974, 1975-1984, 1985-1994 und 1995-2004.

Vita

seit 08.2012 Landeskoordinator der NRW-Fachberatungsstelle des Antidiskriminierungsprojekts Schule der Vielfalt
   
08.2008 – 07.2012  Dieter-Forte-Gesamtschule, Düsseldorf
 
  • Mitarbeit in der erweiterten Schulleitung (Stundenplan) / Orga-Team
  • Fachgruppenvorsitzender Sozialwissenschaften S II
  • Laufbahn-/Berufsberatung für Schüler*innen (Vertretungsstelle)
  • Betreuung und Weiterentwicklung des SelGO-Konzepts und Medienentwicklung (Selbstlernzentrum der Oberstufe)
   
08.2007 – 07.2008 Sabbatjahr link
   
08.2000 – 07.2007  Wilhelm-Busch-Realschule, Köln
 
  • Mitglied im Hauptpersonalrat für Lehrerinnen und Lehrer an Realschulen beim Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes NRW
  • Fachgruppenvorsitzender FK Geschichte + FK Sowi
  • Mitarbeit im Comenius-Projekt / Teilnahme am Lehrertausch mit Partnerschule in Heraklion / Kreta
   
08.1997 – 07.2000  Otto-Hahn-Realschule, Herford
 
  • Koordinator der Berufswahlorientierung
  • Kooperation Schule-Wirtschaft ("KURS" Herford)
  • Fachgruppenvorsitzender FK Geschichte + FK Sowi
  • SV-/ Beratungslehrer
  • Durchführung von Projektwochen im Bereich Medien und Sozialpolitik

Ausbildung

05-10.2001 e-Initiative: Das digitale Klassenzimmer und Schulmedien
   
06.2001 Konfliktlösungs- und Mediationstraining
   
02-07.2000 Einführung in die kollegiale Fallberatung
   
02-04.1999 Projektorientiertes Lehrerbetriebspraktikum
   
01.1997 – 12.1999 Pädagogische Schulentwicklung nach Klippert
   
12.1994 – 12.1996 Studienseminar für die Sekundarstufe II, Wuppertal
 
  • Vorbereitungsdienst für das Lehramt
  • Abschlussnote: 1,6
   
10.1988 – 12.1993   Gerhard-Mercator-Universität, Duisburg
 
  • Hauptstudium: Sowi / Geschichte S I / S II
  • Stud. Hilfskraft bei Prof. Dr. Gerd Stein (Institut für Schulbuchforschung)
  • Mitarbeit in der Fachschaft Geschichte
   
10.1986 – 10.1988  Ruhr-Universität, Bochum
  Grundstudium Sowi / Geschichte SI / S II
   
08.1984 – 07.1986 Ausbildung zum Industriekaufmann
  Thyssen Schachtbau GmbH, Mülheim / Ruhr

 

Mitarbeit an Veröffentlichungen

05.2016 Wie Sie die Akzeptanz von sexueller und geschichtlicher Vielfalt an Ihrer Schule unterstützen können
 
  • Checkliste und Handlungsempfehlungen für Schulen zum Thema LSBTI*Q link
   
04.2016 Diversitätssensibilität in Schule der Vielfalt (Veranstaltungsbericht)
 
  • Wie kann Akzeptanzarbeit zu LSBTI* unter Berücksichtigung interkultureller Aspekte aussehen? link
   
11.2015 Landesweite Initiative Schule der Vielfalt für Respekt und Akzeptanz
  in: Schulverwaltung NRW, 11/2015, S. 292-294 Link zum Text
   
08.2015 3 Jahre NRW-Kooperation zu Schule der Vielfalt - Schule ohne Homophobie, Köln 08/2015 link
   
2015 Was heißt hier Lesbe, was heißt hier schwul?
 
  • Handreichung für die Grundschule link
   
03.2015 Schule der Vielfalt - Für eine Schule ohne Homo- und Transphobie
  Köln/Bochum 2015
   
2015 Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in einer Schule der Vielfalt
 

in: Sozialmagazin, 02/2015, S. 26-33

   
11.2014 Projekt Akzeptanz. Für eine Schule ohne Homophobie
  in: Zeitschrift für Inklusion-online, 3/2014 link
   
05.2014 Coming out! in: punktlandung, 2014.1
   
04.2013 Schule der Vielfalt - ein Antidiskriminierungsprojekt beugt Homophobie vor.
  in: bsl (betrifft: schulleitung), 04/2013, S. 7 f.
   
2013 Schule ohne Homophobie - Schule der Vielfalt. Ansätze, Aktivitäten, Ziele.
  in: ...dass alle eins seien - Im Spannungsfeld von Exklusion und Inklusion. Pithan, A / Wuckelt, A. (Hg.), Münster 2013, S. 183-203
   
2009 Homosexualität und Schule
  Verlag an der Ruhr 2009
 
  • Didaktische Hinweise link
   
2008 Lernkartei "Bist du schwul, oder was?"
 
  • Unterrichtsmaterialien zum Thema LGBT Link zum Text
   
2008 Bist du schwul, oder was?
  Verlag an der Ruhr 2008, neu: 2015
 
  • Jugendbuch link
   
2005 Anti-Gewalt-Bericht 2004
  SÜT 19228 Köln link
   
2004 Anti-Gewalt-Bericht 2003
  SÜT 19228 Köln

Das Private ist politisch.

Schneemann-Bau

Zum Titel: "Das Private ist politisch" entstammt den Vorstellungen der Zweiten Frauenbewegung. Die Geschichte der neuen oder zweiten Frauenbewegung, die eng mit der Geschichte der 68er-Studentenproteste verknüpft ist, weist zwei Ereignisse mit Signalwirkung auf: einen Tomatenwurf auf der Delegiertenkonferenz des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) in Frankfurt am 13. September 1968 und die Aktion "Ich habe abgetrieben" in der Zeitschrift STERN im Jahr 1971.

Foto (oben): Schneemannbau, 1969, Privatarchiv; bitte auch hier das Copyright beachten. Danke.

Engagement für eine vielfältige Schule für alle

Seit dem Schuljahr 2012/2013 leite ich die Fachberatungsstelle von Schule der Vielfalt in NRW. Meine Aufgabe als Landeskoordinator ist es, das Thema Akzeptanz gegenüber LGBT, Sensibilisierungs- und Antidiskriminierungsansätze verstärkt in die Schulen zu tragen.

Alle sollen angstfrei ihre Fähigkeiten erbringen können. Für die Schulen bedeutet dies, sich aktiv auch gegen Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität einzusetzen. Dazu ist viel Überzeugungsarbeit und Sensibilisierung erforderlich. Denn häufig ist kein Problembewusstsein über die Tragweite der Diskriminierung vorhanden.

Schule der Vielfalt versteht sich dabei als ein inklusives Antidiskriminierungsprojekt, das sich für die Akzeptanz von allen Menschen in der Schule einsetzt, aber eben auch für Respekt gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Unterschieden. Neben den koordinierenden und informierenden Aufgaben berate ich bei der Erarbeitung und Entwicklung von Konzepten gegen Diskriminierung und für mehr Akzeptanz. Wichtig ist auch die Aus- und Fortbildung von Lehrer*innen - und zwar von Anfang.

Landeskoordinator-Aufgaben

(Abb.: SOH-Kooperationsbericht 2015, S. 10)

Vieles von dem, was ich nun tue, verbindet mein früheres Engagement für Gleichberechtigung und Akzeptanz mit der aktuellen beruflichen Agenda.

Zum meinem Engagement früher gehörte zum Beispiel die Solidaritätsteilnahme an der Gleichheitsparade jeweils im Juni 2009 und 2010 in Warschau und meine Teilnahme am Internationalen Gewerkschaftlichen LGBT-Kongress in Warschau zu Bildung und Schule (10.2008).

Seit 2005 arbeite ich kontinuierlich in der bundesweiten AG LSBTI* (früher: AG 7) beim Hauptvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit.

Ich war Volunteer im SF LGBT Community Center, San Francisco (09.2007-11.2007) und nahm als Delegierter der GEW am Weltkongress der Bildungsinternationale (www.ei-ie.org) in Berlin teil.

Von 2003 – 2006 war ich Projektleiter des Anti-Gewalt-Projekts SÜT Köln 19228, bei dem ich von 1996 bis 2009 mitarbeitete (1998 – 2000 zwischenzeitlich für das SÜT in OWL).

proud teacher

Im Rahmen meines gewerk-schaftlichen Engagements für Arbeitnehmer*innenrechte war ich von 10.2003 – 08.2008 Landesvorstandsmitglied und Fachgruppenvorsitzender der Fachgruppe Realschule in der GEW Nordrhein-Westfalen. Seit 2002 engagierte ich mich gewerkschaftlich dann mehr und mehr im Bereich LGBT.

FGA Realschule GEW

Mitglieder des FGA-Realschule NRW, Essen 2004 (Foto: privat)

80er und 90er: gemeinsam helfen - Gesellschaft gestalten

Mein gesellschaftliches Engagement in den 80ern und 90ern hat mich bis heute geprägt. Das, was ich bei der Rotkreuz-Tätigkeit bewirkte, wirkte auch auf mich:

  • Ausbildertätigkeit und Multiplikatorenschulung
  • Leiter des Jugendrotkreuzes / Mitgl. Landesausschuss
  • Ausbildung zum Rettungssanitäter
  • Leiter des Kreisauskunftsbüros (KAB)
  • 2006-07 Inhaber der Ehrenamtskarte Nordrhein-Westfalen

Sanitätsdienst

Krankenwagen-Bereitschaft 1984 (Foto: privat)

Mein Einsatz im Roten Kreuz dauerte bis ins letzte Jahrzehnt, wenn gleich der Höhepunkt meines Eifers am Ende der 1980er Jahre lag.

Während des Studiums war mein Engagement neben dem "Beruf" am besten möglich. Hier konnte halt auch mal das eine oder andere flexibel verschoben werden - wenn es einen besonderen Einsatz in Jordanien, Sri Lanka oder Rumänien gab (vgl.: Dokumente der DRK-Arbeit).

Ich studierte zuerst an der Ruhr-Universität Bochum, die schon damals für ihre hohe Selbstmordrate bekannt war. Das wunderte mich nicht, bei dem ersten Eindruck, den man von den Uni-Gebäuden hatte ...

Uni Bochum

Ruhr-Universität Bochum, Sommersemester 1988 (Foto: privat)

Ich hatte mich wegen des Renomees von Professor Hans Mommsen (-> "Historikerstreit") für die Ruhr-Uni entschieden. In den ersten Semestern studierte ich u.a. bei Prof. Klaus Schaller (Pädagogik) und hörte mir neben Prof. Mommsen die Vorlesungen im Fachbereich Soziologie an, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sie tatsächlich (noch) die "versteinerten Verhältnisse zum Tanzen bringen" wollten.

Die Größe der Uni und die grauen Betonklötze (heute alles etwas farbiger) und das Leben der Menschen, die dort ein- und ausgingen waren mir zu anonym. Bis heute mag ich keine großen (Bildungs-) Systeme. Dieses unpersönliche Leben, Lehren und Lernen, wo die Professor*innen ihre Studierenden zumeist nicht kennen, und das tägliche Pendeln von meiner Heimatstadt Mülheim nach Bochum, ließen mich zu der Überzeugung kommen, dass ich nach dem abgeschlossenen Grundstudium an eine kleinere Uni wechseln sollte.

Die Uni Duisburg war die richtige Wahl. Meine Professoren wie Rolf Schörken (Geschichtsdidaktik) oder Julius Schoeps (Politikwissenschaft) kannte ich persönlich und sie kannten mich.

Bei Professor Dr. Gerd Stein (Politik- und Erziehungswissenschaft) konnte ich als studentische Hilfskraft arbeiten, u.a. am damals noch bestehenden Institut für Schulbuchforschung. Ihm möchte ich recht herzlich für die vielen Hinweise und Ratschläge danken.