Unterricht und Schule

Jedes Jahr und jeden Tag: Noten!

Neben dem Lernprozess sind Noten das "Tagesgeschäft" von SchülerInnen und LehrerInnen in der Schule. Aber wie setzen sich eigentlich Noten zusammen?

Bei schriftlichen Fächern ergibt sich die erste Hälfte deiner Zeugnisnote aus dem Durchschnitt deiner Noten in den Arbeiten. Die zweite Hälfte ergibt sich - wie in mündlichen Fächern die Gesamtnote - aus dem Bereich mündlicher Beteiligung, wie z. B.:

• mündlichen Beiträge (nacherzählen, sachbezogen fragen, sich entsprechend
vorgegebener Methoden am Unterrichtsgespräch beteiligen, Fachbegriffe richtig
und angenmessen benutzen),

• Heftführung, Tests, Informationsbeschaffung (aus Bibliotheken, durch Gespräche etc.)

• Diskussionsfähigkeit (Inhalte vorbereiten, Regeln einhalten, eigene Position sachlich erklären, Unterschiede zu anderen MitschülerInnen ertragen und Widersprüche akzeptieren, auf Argumente anderer eingehen, Diskussionen leiten),

• aktivem Zuhören und

• gegenseitigem Lernen während der Gruppenarbeit.

Eine Rolle für die Benotung spielt - neben der Erreichung der fachlichen Ziele im Unterricht - auch:

• der persönliche Lernfortschritt,

• die Lernleistung im Rahmen eines Vergleichs mit der gesamten Lerngruppe.

Diese Liste wurde mit Hilfe der Richtlinien für das Fach Geschichte erstellt. In anderen Fächern - wie z.B. Technik oder Chemie - ergeben sich zusätzliche Kriterien zum Beispiel durch Versuche.

Das "Lernen lernen": Wie lernst du richtig?

schule-frankreich"Zukunftsschule - Frankreich im Jahr 2001" von Jean Marc Cote (1901) (Foto: wikipedia)

"Lernen" - was ist das?

Lernen ist der individuelle oder kollektive (=gemeinschaftliche, mit anderen) Erwerb von geistigen, körperlichen, sozialen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Es geht dabei nicht darum, dass du nachher einfach "mehr weißt", sondern dass Lernen ein längerer Prozess ist, der zu einer relativ stabilen Veränderung des Verhaltens, Denkens oder Fühlens führt. Ursachen für dieses Lernen können neue Erfahrungen oder neu gewonnene Einsichten sein (also eine "verarbeitete Wahrnehmung" der Umwelt oder Bewusstwerdung).

 

Wie lerne ich besser?

Grundsätzlich gilt:

Je mehr Lernwege wir beim Lernen benutzen, desto besser behalten wir etwas.

Das bedeutet, dass du einen Text, den du nur liest am wenigsten behalten wirst. Besser ist es noch etwas davon zu hören und zu sehen. Noch mehr behältst du, wenn du selbst darüber sprichst. Und am besten merkst du es dir, wenn du mit dem, was du lernen willst (sollst) etwas ausprobierst und tust.

10 Tipps: das Lernen lernen

1. Schreibe oft falsch geschriebene Wörter oder wichtige Regeln groß auf ein großes Blatt. Hänge es über deinen Arbeitsplatz (an die Tür/den Schrank oder Spiegel oder, oder, oder).

2. Unterstreiche auf einem Arbeitsblatt wichtige Stellen mit unterschiedlichen Farben.

3. Schreibe zu einem Text, den du lernen willst, Stichworte auf.

4. Male ein Bid zu einer Vokabel oder eine Skizze zu einem Versuch in Physik.

5. Schau schwierige Wörter im Wörterbuch nach.

6. Lerne Vokabeln nicht immer in der Reihenfolge, wie sie im Buch stehen.

7. Sprich dir oder anderen das Gelernte laut vor.

8. Nimm eigene Lernprogramme auf: Benutze dazu Deinen mp3-Rekorder und -player oder Deinen PC zum Lernen.

9. Arbeite mit einem Freund oder einer Freundin zusammen (z. B. bei Kopfrechenaufgaben oder Vokabeln).

10. Besonders gut verstehst und behältst du, wenn du mit dem Ge- lernten etwas tust, z. B.:

  • Schreibe und gestalte ein Gedicht als Bild.
  • Baue und benutze ein physikalisches Gerät (Kompass).
  • Erkläre, was du gelernt hast, einer anderen Person.
  • Lerne Vokabeln an Beispielsätzen.