FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN:

Hier erfährst du wichtige Fakten über die einzelnen Schritte deiner Orientierung für den Weg zum Job.

I. Qualifikationen / Fähigkeiten

Sicher: gute Zeugnisnoten steigern deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Bei den Berwerberinnen/Bewerbern um einen Ausbildungsplatz legen Personalchefs neben den Noten im Zeugnis besonders Wert auf:

    1. dass du die "Kulturtechniken" beherrschst 
(Rechtschreibung wie z. B. Groß- und Kleinschreibung; Mathematik: Kopfrechnen, Dreisatz),
    2. dass du in "Schlüsselqualifikationen" geschult bist
(das heißt: hast du im Rahmen von Gruppenarbeit Teamfähigkeit, Kommunikationsvermögen, Verantwortungsbewusstsein mit Eingeninitiative und dein Konfliktverhalten trainiert?).

Wenn du dir darin unsicher bist, fordere das Einüben (Wiederholen) von deinen LehrerInnen ein!




II. Wofür entscheide ich mich?

Klasse 9: Jetzt geht`s los! Mit dem Zeugnis von Klasse 9 musst du dich im Sommer bei den Firmen bewerben.

Gehe es Schritt für Schritt an:

    1. Schritt: Was sind deine Wünsche und Interessen?
       Auf welche Fähigkeiten und Kenntnisse kann ich zurückgreifen?

    2. Schritt: Was kann ich und was will ich?
        Was kann ich damit tun? Wer braucht das, was ich tun kann?

    3. Schritt: Welche Möglichkeiten ergeben sich aus meinen Fähigkeiten für mich?

    4. Schritt: Welche weiteren Informationen brauche ich noch und woher
       bekomme ich sie? (woher du sie bekommen kannst: siehe unten)

    5. Schritt: Bewerbung/Bewerbungsschreiben/Einstellungstests

    6. Schritt: Dein eigener Maßnahmenplan, um dein Ziel zu erreichen!

Diese Schritte werden im Unterricht in verschiedenen Lerngruppen geübt, erprobt und hinterfragt.

Es ist ebenso empfehlenswert: unternehme einen Probetag im Betrieb eines Verwandten (Vater, Mutter, Schwester, Bruder, Onkel, Tante), damit du einen ersten Einblick in die Welt der Arbeit erhältst. Dieser Tag kann über die Schule organisiert werden

Falls du noch völlig ratlos bist, was du werden möchtest, findest du Berufsideen und Berufsideentests auf:

-> www.interesse-beruf.de ,
-> www.was-werden.de ,
-> www.berufe-lexikon.de ,

-> www.beruferater.de ,
-> www.berufswahl-tipps.de ,
-> www.pheid.claranet.de ,

-> www.berufswahlnavigator.de ,
-> www.berufskunde.com,
-> http://de.gigajob.com/job/Ausbildung.html
,
-> www.ex-port.org/start.htm ,
-> www.neue-ausbildungsberufe.de.



III. Schüler(-innen)betriebspraktikum

Das Praktikum bietet einen wichtigen ersten Einblick in die berufliche Wirklichkeit. Nutze diese Chance! Und nicht nur das. Ein Praktikum ist der ideale Anfang auf der Suche nach deinem Ausbildungsplatz. Eine Firma, die dich kennt und schätzen lernt, ist auch bereit, dir bevorzugt einen Ausbildungsplatz zu geben als einem unbekannten Bewerber / einer unbekannten Bewerberin. Warum suchst du dir also nicht direkt einen Praktikumsplatz, der auch später dein Ausbildungsort werden könnte?

Mir ist aufgefallen, dass der größere Teil der Schülerinnen und Schüler mit Ängsten in das Schülerbetriebspraktikum geht. Gerade dieser Gruppe möchte ich hier Mut zusprechen, die Angelegenheit locker zu sehen: Je mehr du von dir Preis gibst, umso mehr wirst du auch von deinen neuen Arbeitskolleginnen im Praktikum erfahren.

Und für die Minderheit, die sonst (auch in der Schule) etwas zu forsch ist, mein Rat: DU bist nicht der Chef:-)!

Für das Schüler(-innen)betriebspraktikum in Klasse 9 habe ich hier die Vorlage des Deckblattes (Inhaltsverzeichnis) für deine Praktikumsmappe ("Praktikumsdokumentation") abgelegt, damit du diese Vorlage digital zur Verfügung hast. Dann kannst du deine persönlichen Praktikumserfahrungen einfacher und direkt auf deinem Rechner unter den jeweiligen Überschriften ergänzen. Am Ende dieser Seite zur Berufsorientierung findest du auch weitere Materialien für die Berufsorientierung.

Vor Praktikumsbeginn solltest du dir folgende Fragen beantworten (= deine Erwartungen):

Welche Erwartungen habe ich an mein Schüler(-innen) - Betriebspraktikum? Das heißt:
- Welche Hoffnungen / Ängste hast du, wenn du an das SBP denkst?
- Was wünschst du dir tun zu können?
- Was befürchtest du in Bezug auf:
die Arbeit, den Umgang mit den KollegInnen, den Umgang mit den Vorgesetzten?

Im Anschluss an das Praktikum kannst du deine Antworten vergleichen, was du vorher gehofft und befürchtet hast, und was schließlich davon (nicht) eingetreten ist und woran dein Anteil war, dass dieses oder jenes passiert oder nicht passiert ist. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass im Praktkum Hoffnungen erfüllt werden und Befürchtungen nicht eintreffen. Daran haben der Praktikumsbetrieb und du Anteil.


Auch der damalige Ministerpräsident unseres Landes, Wolfgang Clement, hält intensiv durchdachte und strukturierte Berufswahlvorbereitung von Schülerinnen und Schülern für wichtig. Deshalb informierte er sich im Frühjahr 2000 an meiner damaligen Schule über unsere Fortschritte und unser Konzept in der Berufwahlvorbereitung (s.o. Fotos).


IV. Welche Ausbildungsplätze gibt es?

Prüfe die "Angebotslage" - spätestens am Ende der Klasse 9.

Wenn du wissen möchtest, wie die aktuelle Ausbildungsplatzsituation in Köln (aufgeschlüsselt nach Berufen) und darüber hinaus aussieht, besuche bitte folgende Seiten:
-> www.transregio.net,
-> ihk-koeln (Industrie- und Handelskammer Köln),
-> www.ihk-lehrstellenboerse.de (bundesweite Lehrstellenbörse der IHK),
-> www.aubi-plus.de (Ausbildungsportal),
-> www.lehrstellenfuchs.de (Lehrstellenbörse mit Bewerbungsmöglichkeiten),
-> www.meinestadt.de (Regionale Ausbildungsbörse),
-> www.praktika.de (Praktika, Nebenjobs und Ausbildungsstellen).

Grundsätzlich immer sind folgende Internet-Adressen bei der Jobsuche hilfreich:
-> www.berufswahl.de,
-> www.arbeitsagentur.de. 
Besorge dir auch gezielte Informationen bei den Firmen selbst oder beim BIZ (Luxemburger Str. 121, KVB-Straßenbahnlinien 18/19 bis zur Haltestelle "Weißhausstr."), dort befindet sich auch der zuständige Berater der Arbeitsagentur.  Die Telefonnummer von Herrn Thorn, des für unsere Schule dort zuständigen Beraters in Porz lautet: (02203) 9538 - 76.
 


 V. Die Bewerbung und das Vorstellungsgespräch

Für Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräche (häufig in Klasse 10) empfehle ich dir folgende Hilfen:

- frag bei den verschiedenen Banken und Sparkassen sowie den Krankenkassen (frag deine Eltern nach ihrer Krankenkasse) und Versicherungen nach, ob sie dir ihre kostenlosen Unterlagen mit Bewerbungstipps geben können,

- schau in verschiedene Bücher zum Thema Bewerbungen, z. B. aus dem Eichborn-Verlag (Herausgeber: 
  Hesse / Schrader): "Die überzeugende schriftliche Bewerbung" und "Testtraining für Ausbildungsplatzsuchende",

- finde weitere Tipps in den Suchmaschinen wie Altavista , Google oder Yahoo mit dem Suchwort "Bewerbungen" oder

 - klicke zum Beispiel auf Hinweise im Bereich "Job" oder Stellenmarkt von Zeitungen (Zeit, KStA, FAZ, Welt) und Zeitschriften wie "Spiegel", "Stern" oder "Focus".

 

Viel Erfolg für deine Bewerbung!

 

Tipp für Vorstellungsgespräche:

Es gilt zwar nach meiner Meinung auch sonst im Leben, dass man sich für Politik und "die" Wirtschaft interessieren sollte, aber auch vor dem Vorstellungsgespräch solltest du dich in dieser Hinsicht ein wenig erkundigen (20 Uhr- ARD - "Tagesschau"). Denn im Laufe eines Vorstellungsgesprächs kommt es durchaus vor, dass du als Bewerber/-in danach gefragt wirst. So erfährt der Betrieb, ob du dich (wie ein Erwachsener) für die Welt um dich herum (und über deinen Freundeskreis hinaus) interessierst.

Dein Vorstellungsgespräch kannst du auch durch Rollenspiele vorbereiten: Frag vor dem Termin deines Vorstellungsgesprächs deine Freunde, ob sie es nicht mit dir proben möchten -

Rollenvorschläge: Bewerber/in, (Personal-) Chef/in, Ausbilder/in... (Beginn: "Du kommst rein..." - wie geht es weiter?)

Nach dem Vorstellungsgespräch: falls der Betrieb sich nicht für dich entscheiden sollte, sei nicht allzu beleidigt. Rufe nach der Absage noch einmal an und versuche sachlich zu erfahren, welche Gründe der Betrieb hatte: wenn man dir etwas aus dem Vorstellungsgespräch berichtet, was der Firma an dir aufgefallen ist, hilft es dir sicher beim nächsten Gespräch! Bedanke dich für diese Information.



VI. Nach der Schulzeit: ohne Job?

Arbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit sowie der Mangel an Ausbildungsplätzen findet nicht irgendwo in der Gesellschaft statt, sondern kann ganz persönliche Realität von dir werden... Falls du nach der Realschulzeit noch keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gefunden hast:

1. Gehe weiter zur Schule - zum Beispiel die "Berufskollegs" (sie stellen sich allen 10. Klassen im BIZ vor; im Internet fndest du ihre Links hier). Alternativ gibt es noch die TASS (Tages- und Abendschule in Köln-Deutz).

2. Arbeite die oben augeführten Schritte IV. (Welche Ausbildungsplätzew gibt es?) und V. ("Bewerbung / Vorstellungsgespräch") noch einmal ab. Sprich mit ehemaligen Lehrern (auch eine Mail an mich) und mit Freunden - vielleicht ergibt sich etwas über deren Eltern, die in einer Firma arbeiten?

3. Nutze die "freie Zeit". Du kannst zum Beispiel auch ein freiwilliges soziales Jahr machen.

Ich wünsche dir:

Viel Erfolg auf deinem privaten und beruflichen Lebensweg!

 


Materialien zur Berufswahlvorbereitung

Material für SchülerInnen: Vorlage für die Praktikumsmappe

Material für LehrerInnen: Basiserkundung, konkrete Hinweise zu Vorbereitung und Ablauf der Erkundung , Kontakte zu Wirtschaft/Kooperationen

Diese Materialien sind zum Teil entstanden aus der Kooperation "Unternehmen und Schule" mit der Firma TNT. Vielen Dank!

Kontakt zur Kooperation über die o.g. Website oder:

Dr. Christoph Merschhemke
Institut Unternehmen & Schule GmbH
Dechenstraße 2
53115 Bonn
Tel.: 0228 - 684 69 65

 


"Beruf: Auf dem Weg zum Job":  Frank G. Pohl: www.frankpohl.de - fgp - Version 4 -  7/2007
-zuletzt geändert: 03.07.2007